Kulturarbeit
1. Jugend, Kultur und Religion im 21.Jahrhundert:
In heutigen Jugendkulturen spielt die Globalisierung und Vernetzung der Kulturen und Religionen eine nicht wegzudenkende Rolle. Für die Jugendlichen scheint das ganz normal. Doch wie können ihre Wegbegleiter - die Jugendmitarbeiter, Pfarrer und Lehrer - darauf eingehen? Was gibt es neu zu (be)denken?
Das Thema „Jugendkulturen im Kontext von Religionen“ soll dafür theologisch, religionspädagogisch und interkulturell beleuchtet werden. Die Perspektive weitet sich von der innerkirchlichen Situation junger Menschen in Sachsen zu ökumenischer Zusammenarbeit und internationalen bzw. interreligiösen Begegnungen. Dahinein wird der „Faktor Kultur“ untersucht und anwendbar gemacht.
Hierzu bietet das Referat Kulturarbeit Weiterbildungen und Seminare für hauptamtliche Mitarbeiter der Jugendarbeit, Studenten, Pfarrer und interessierte Ehrenamtliche an. Auch bei Fragen zu gemeindlichen oder überregionalen Projekten finden Sie hier einen Ansprechpartner.
Lassen Sie uns Gespräch kommen!
2. Kompetenznachweis Kultur:
Das Referat Kulturarbeit berät Interessierte zum „Kompetenznachweis Kultur“ und vergibt dieses bundesweit anerkannte Zertifikat an Projektteilnehmer.
3. Ausleihe:
Desweiteren ist die Ausleihe von Fachbüchern zu oben genannten Themen nach Absprache möglich.
Kontakt
Bei Fragen kann man sich jederzeit an die Referentin für Jugendkultur & Bandarbeit wenden. Das Referat Jugendkultur & Bandarbeit gehört dem Fachbereich Musisch-kulturelle Bildung an.
Veranstaltungen
Hier gibt es eine Übersicht über alle Veranstaltungen, die das Referat Jugendkultur & Bandarbeit bietet. Dabei handelt es sich um Fachvorträge zu verschieden Themen.
Schulprojekte gegen Rechtsextremismus
Demokratie lernen - Aufklärung gegen rechte Strategien
Ein Lernprojekt an Beispielen „Rechter Musik“
Kontakt:
Susanne Feustel
Tel./Fax: 0176/38541949
E-Mail: demokratielernen(at)web.de
http://www.demokratielernen.org/
(Weiter-)bildungsangebote zu rechter Musik/Symbolen/Codes/Subkultur für:
- Multiplikatoren der außerschulischen JugendarbeitLehrer
- Eltern
- Schüler
- Jugendgruppen
- Auszubildende
- Studierende
Projekt
Es hat sich gezeigt, dass Verantwortliche der schulischen und außerschulischen Jugendbildung Defizite haben, wenn es um das Erkennen, die Interpretation und damit um Grundlagen für den Umgang mit rechtsextremen Symbolen und ihrer Einordnung in die Symbolwelten Jugendlicher geht.
Die vom Landesjugendpfarramt im Jahr 2001 herausgegebene Arbeitsmappe zum Thema Rechtsextremismus gibt konkrete Vorschläge zum Umgang mit rechtsextremem Gedankengut. Wichtig ist jedoch, dass dies von aufklärerischen Maßnahmen begleitet wird. Nötig ist vor allem eine Entzauberung der quasi-heiligen Blut- und Boden-Dogmatik oder der Lehre des naturgegebenen Untermenschentums.
Denn zu beobachten ist: rechtsextreme Ideologien verweisen immer auf Höheres zur Legitimation: heilige Orte (Wewelsburg), Prozessionen (Heß-Gedenkmarsch), Neuheidentum (Kraft germanischer Runen). Dazu kommen klare politische Vorstellungen einer Gesellschaft, die von Ausgrenzung, Diskriminierung oder Verfolgung gekennzeichnet ist (deutsche Volksgemeinschaft).
Diese Vorstellungen gehen in Jugendkulturen mit Popästhetik eine unheilvolle Melange ein, die sich all zu leicht in Köpfen von Kindern und Jugendlichen einnistet und denen meist aus Unkenntnis nichts Wirksames entgegengesetzt werden kann.
Das Projekt soll zum einen Verantwortlichen in der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit die Möglichkeit geben, sich auf dem Gebiet jugendlicher Symbolwelten fortzubilden und vor allem Anstöße zu erzieherischer Arbeit mit Jugendlichen geben. Zudem werden Jugendliche selbst sensibilisiert. Sie sollen lernen sich kritisch mit Musik und Kultur auseinander zu setzen, Kontext und Hintergrund rechter Propaganda zu verstehen und sich mit eigenen Hörgewohnheiten auseinanderzusetzen.
Ein Schwerpunkt stellt zudem die Auseinandersetzung mit neuheidnischen Symboliken dar, die vor allem in der rechtsextremen Jugendszene Verwendung findet. Der Zusammenhang von Werten und ihrer Symbolisierung wird in einer für Jugendliche adäquaten interaktiven Weise thematisiert (Einsatz von Musik, Kontexte von Künstlern, Umsetzung in Musikvideos u.a.) und soll zur Mündigkeit Jugendlicher beitragen.
Ein Schwerpunkt dabei ist die Auseinandersetzung mit den "Schulhof-CDs" der NDP, welche auch an Sachsens Schulen verteilt wurde.
Das Projekt wird sich in mehrstündigen und ganztägigen Fortbildungsveranstaltungen, die sowohl Seminar- als auch Workshop-Charakter haben und sich mit den Themen (religiöse) Symbole und weltanschauliche Entsprechungen - fokussiert auf jugendkulturelle Szenen - beschäftigen. Dabei werden verschiedene Ebenen angesprochen und miteinander in Beziehung gebracht.
Auf Anfrage können die Veranstaltungen zeitlich (min. 1,5 Stunden) und inhaltlich verändert werden.
Unterstützt wird das Projekt von:
- Stiftung Diakonische Jugendhilfe
- Programm des sächs. Staatministeriums: Weltoffenes Sachsen – für Demokratie und Toleranz
Kooperationspartner sind:
- Kultusministerium Sachsen
- Landesverband der Musikschulen Sachsen
- Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung
- Archiv der Jugendkulturen zum Umgang mit Symbolen und Codes, rechtsextremer Musik, Jugendkulturen und antisemitischem, faschistischem und menschenverachtendem Gedankengut (Berlin)
-und andere
2007
Das Projekt "Wehret den Anfängen!" klärte am Beispiel der "Schulhof-CD" der NPD über Strategien und Methoden der Neuen Rechten auf. Das Projekt wurde für den sächsischen Kulturpreis nominiert.
